INSZENIERUNG DES KÖRPERS
 

INSZENIERUNG DES KÖRPERS

Akte aus fünf Jahrhunderten


November 2009 bis 30. Juni 2010


Die Ausstellung „Inszenierung des Körpers“ zeigt in einem Querschnitt durch fünf Jahrhunderte Akt-Darstellungen unterschiedlicher Art aus den Bereichen Zeichnung, Malerei und Bildhauerei.
Der künstlerische Akt zählt zu den ältesten Gattungen der Kunstgeschichte und hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. Quer durch die Kunstgeschichte findet man Akte in jeglicher Form:

In der Antike herrschte der natürliche Blick auf den entblößten Körper vor. Das Mittelalter verhüllte diesen wieder und wagte nur einen verschämten Blick auf den Körper, der ausschließlich durch eine religiös begründete Themendarstellungen enthüllt werden durfte. In der Renaissance etablierte sich Aktzeichnen zu Studienzwecken. Die Wiederentdeckung des Körpers und der Wunsch, diesen mit malerischen und bildhauerischen Techniken einzufangen, wie es z. B Michelangelo tat, prägte diese Zeit und mündete schließlich in der Darstellung überlängter Glieder im Manierismus und im schwelgerischem Barock.

Im 19. Jhd. konzentrieren die Künstler sich darauf den Körper naturalistisch wiederzugeben und versuchten die Körpersprache treffend einzufangen. Immer mehr entwickelte sich der Umgang mit dem Thema zu einer Auslotung der Grenzen „des Erlaubten“. In der Moderne werden die Enthüllungen mit unterschiedlichen Konnotationen immer gewagter.

Dem interessierten Betrachter wird in der Ausstellung eine bunte Vielfalt zum Thema „Der künstlerische Akt“ geboten.
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