Aktuell : Franz Noelken


Am 5. Mai 1884 geboren, zeigt Franz Nölken bereits als Kind eine hohe musikalische Begabung.
Sein Vater, Musiklehrer am humanistischen Gymnasium Johanneum, fördert diese Begabung von
früh auf. Mit einer weiteren herausragenden Begabung gesegnete, entscheidet sich Nölken jedoch
die Laufbahn als Bildender Künstler einzuschlagen und lernt ab April 1900 bei Arthur Siebelist,
der eine private Malschule betreibt.


1904 Mitgliedschaft im Hamburgischen Künstlerclubs von 1897 und künstlerische Umorientierung
durch die Neoimpressionisten-Ausstellung (1903) und die Vincent van Gogh Ausstellung (1905),
die Paul Cassirer in seinem Hamburger Kunstsalon am Jungfernstieg zeigt. Wunsch nach Paris zur
„Quelle der Moderne“ zu reisen.

1907 Realisierung der ersten Parisreise, wo er u.a. im Künstlerkreis des Café du Dôme verkehrt.

1908-1909 kurzzeitig Mitglied der Künstlergruppe Die Brücke mit Beteiligung an einer
Brücke-Ausstellung in Berlin.

1909 Schüler von Henri Matisse. Der Unterricht bei Matisse und die Auseinandersetzung mit der
Kunst der Fauves führen zu einem Stilwandel in Nölkens Œuvre. Er arbeitet fortan mit der Auflösung
der Form zugunsten großer kontrastierender Farbflächen.

1910 in Hamburg kurzzeitige Verbindung und Ateliergemeinschaft mit der Malerin Anita Rée
und zweite Parisreise.

Ab 1912 Lehrtätigkeit an einer Malschule.

1913 Freundschaft mit dem Komponisten Max Reger, aus der eine Reihe Portraits hervorgeht.

1914 letzte Parisreise, wo er Einflüsse von Pablo Picasso und Paul Gauguin aufnimmt.

1916 Mitgliedschaft im Hamburgischen Künstlerverein.

1917 Einberufung als Soldat.

Am 4. November 1918 kurz vor Kriegsende in Frankreich gefallen.


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