Aktuell : Goethe und Umkreis

 

Ausstellungsbeginn: 12. November 2019


Johann Wolfgang von Goethe hat als Dichter und Naturforscher seine Zeit wie kaum eine andere Persönlichkeit geprägt, so dass man von der „Goethezeit“ spricht, wenn man die Epoche von etwa 1780 bis 1830 meint. Auch auf die bildenden Künste seiner Zeit hat Goethe Einfluss ausgeübt, vor allem aber an dem Gang ihrer Entwicklung regen Anteil genommen. Sei es als Sammler von Zeichnungen und Druckgraphik, sei es als produktiver Kunstschriftsteller oder sei es als Initiator der „Weimarer Preisaufgaben“ (1799-1805), um in Deutschland durch aktive Lenkung das Niveau der Historienmalerei zu heben. Die Auseinandersetzung Goethes mit den bildenden Künsten ist äußerst facettenreich und so eng mit dem Verlauf der deutschen Kunst- und Geistesgeschichte um 1800 im Allgemeinen verwoben, dass es kaum möglich erscheint, alle Äußerungen Goethes zu den Künsten wie auch alle Spuren seines tätigen Einflusses auf bildende Künstler zu erfassen.

 

In der aktuellen Ausstellung geht es um Konstellationen, Verknüpfungen, Gedankensprünge und Repräsentationen zum Kosmos Goethe, welche durch ausgesuchte Objekte zur Anschauung gebracht werden. Es werden nicht nur genuine Werke der bildenden Kunst präsentiert, die etwa Goethe zeigen, die er angeregt oder besessen hat, oder die wiederum von seinem dichterischen Werk angeregt wurden. Die Ausstellung eröffnet zwar mit einer Folge von Goetheana, von Dingen und Objekten, die um die Person Goethes und seine Lebenswelt kreisen, einen weiteren wesentlichen Schwerpunkt bildet jedoch die Kunst der Goethezeit, vornehmlich die deutsche Romantik.

 

In der Sammlung agiert Goethe als zentrales Ausstrahlungsphänomen derjenigen Epoche, der er selbst seinen Namen geliehen hat. Goethes Persönlichkeit; das Bild, welches sich die Zeitgenossen von ihm gemacht haben; Goethes Kunstgeschmack; seine Tätigkeit als Sammler; sein Einwirken auf die Kunst der Gegenwart und seine Auseinandersetzung mit der Romantik, werden durch sie Präsentation der Sammlung in die Anschauung überführt. 


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